Michael Remmert von Walkact24 im Interview

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Michael Remmert von Walkact24 im Interview

Lieber Michael, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Walkact24-2Hallo! Meine „Comedy Ausbildung“ habe ich im Prinzip vor 25 Jahren auf der Straße erhalten. Zusammen mit zwei Kollegen trat ich als Comedygruppe „The Flying Assholes“ auf. Unseren ersten Auftritt spielten wir auf dem Ku´damm in Berlin. Wir spielten Sketsch Comedy, verbanden es mit Jonglierelementen und orientierten uns an dem Humor von Django Edwards.

Gleichzeitig trat ich als Schauspieler im freien Theater auf. Shakespeare, Dorst und Improtheater. Ausprobiert habe ich vieles. Ab dem Jahr 2000 habe ich mich dann spezialisiert auf Walkacts. 2008 gründete ich mein Theater „Walkact24 – Ich bin Viele“.

Sie sind unter dem Künstlernamen „Walkact24“ unterwegs. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Ein Walkact ist die Kunst in den spontanen unterhaltsamen Austausch mit den Gästen zu kommen, und dann improvisierend ein positives, verblüffendes und nach Möglichkeit humorvolles Erlebnis zu erschaffen. Die Zahl 24 stand ursprünglich für 24 Walkactfiguren, die ich fest im Programm hatte. Mittlerweile sind einige mehr dazu gekommen.

Egal ob Arzt, Bauarbeiter, Schuhputzer, Hotelpage oder Koch … – Wie gelingt es Ihnen, sich in die 24+ verschiedenen Charaktere immer wieder neu hineinzuversetzen?

Walkact24-6Dabei hilft die Erfahrung als Schauspieler. Ich überlege mir, wie spricht die Figur, welche Körperhaltung nimmt sie ein, was tut sie und vor allem was würde sie nie tun. Ich arbeite auch mit Klischees und Typisierungen. Ein Cowboy hat einen typischen Gang, ein Butler eine ganz bestimmte Körperhaltung.

Aber am meisten finde ich heraus, wenn ich den Auftritt spiele, die Reaktionen der Gäste erlebe und dann die Figur mehr und mehr den gemachten Erfahrungen anpasse.

Was ist das Besondere an Walkact24?

Die Authentizität bei meinen Auftritten. Ich spiele nicht einfach ein Programm runter, sondern versuche immer wieder alles neu entstehen zu lassen. Wie beim Improvisationtheater weiß ich nicht wie sich eine Szene/Situation entwickeln wird, sage aber zu allem was passiert „JA“ und kreiere so echte Ereignisse und Erlebnisse.

Was war das Verrückteste, was Sie als Künstler bis jetzt erlebt haben?

Walkact24-5Ich war als Matrose auf einem Segelboot in Rostock engagiert und spielte den raubeinigen, hartgesottenen Seebären. Die Gäste waren Süßwassermatrosen, die ich zu echten Seemännern machen wollte. Als wir dann ein wenig rausschipperten wurde ich doch tatsächlich Seekrank. Ich versuchte es zu verbergen aber meine Gesichtsfarbe verriet mich. Die Gäste amüsierten sich sehr über mich (wenn auch nicht auf die Art und Weise wie ich mir das wünschte).

Sie haben sich auf die Unterhaltung mitten im Publikum spezialisiert. Was ist für Sie und für Ihr Publikum der größte Unterschied zur Unterhaltung auf der Bühne?

Walkact24-4Es ist vor allem der direkte Kontakt mit dem Publikum, der einen wesentlichen Unterschied ausmacht. Dadurch muss ich spontaner sein und mehr improvisieren als bei einem Bühnenauftritt. Als Walkacter habe ich auch feste Nummern im Programm, ein Zauberkunststück und eine Mitspielanimation, aber ich binde den Gast immer mit ein. Es passiert immer etwas Neues, Unerwartetes.  Am Ende ist mir wichtig, dass der Gast gut dasteht und wenn gelacht wird, dann über mich.

Für welche Art von Veranstaltung kann man Sie buchen?

Bisher hat man mich noch nie für eine Taufe oder eine Beerdigung gebucht. Ansonsten trete ich überall auf wo Menschen sind, die gut unterhalten werden wollen.

Wo soll es mit Walkact24 zukünftig noch hingehen? Was ist für die Zukunft geplant?

Ich arbeite u. A. an einer Weiterentwicklung meines Spaßfotografen. Da ist vor allem auf der technischen Seite noch eine Menge möglich.

Und ich würde gerne meine Erfahrungen in Form von Workshops und Seminaren weitergeben.

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